Wohlfühlen am Arbeitsplatz – Traum oder doch Realität?

Wellbeing ist mittlerweile ein vielverwendeter Begriff, wenn Unternehmen ihre Vorzüge als Arbeitgeber betonen möchten. Was aber bedeutet dieser? Was haben Sie davon? Und wie wichtig ist der Faktor „Wohlfühlen am Arbeitsplatz“ wirklich?

Was ist Wellbeing?

Jeder Mensch hat das Bedürfnis, sich wohl zu fühlen. Das beschränkt sich aber nicht nur auf die eigenen vier Wände, sondern auch auf den Arbeitsplatz. Immerhin verbringt man dort durchschnittlich acht Stunden, und damit ein Drittel des Tages. Wellbeing bedeutet daher Wohlfühlen am Arbeitsplatz.

Wie sehr beeinflusst Wohlgefühl meine Produktivität?

Eine Studie des Frauenhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation belegt, dass die Produktivität alleine durch ergonomisch günstig gestaltete Arbeitsplätze um bis zu 36 Prozent gesteigert werden kann. Investitionen in moderne Büroausstattung sind also keine Verschwendung, sondern können sich schnell bezahlt machen.

Wie wirkt dauerhafter Stress auf die Gesundheit?

Bereits 2010 belegte die WHO, dass psychische Gesundheitsprobleme eine der häufigsten Ursachen für Fehlzeiten sind. Gelegentlicher, anlassbezogener Stress jedoch fördert die Produktivität – chronischer hingegen ist wahres Gift für Körper und Seele. Die Menschen werden dünnhäutiger und kommen immer seltener zur Ruhe. Erschöpfungszustände bis hin zu schweren psychischen und körperlichen Erkrankungen sind die Folge.

Was kann ich zum eigenen Wohlbefinden beitragen?

Ein attraktiver Arbeitsplatz ist die Basis für Wellbeing. Dabei geht es neben der Ergonomie im Büro, genauso um die Farbgebung und die individuelle Arbeitsplatzgestaltung. Dies liegt aber leider oft nicht im Einflussbereich des Arbeitnehmers. Wenn Ihr Arbeitgeber keinen großen Wert auf Wellbeing legt – kein Problem, denn Sie selbst können auch etwas für Ihr Wohlbefinden tun. Sorgen Sie für Ordnung auf Ihrem Schreibtisch, denn Chaos stresst unbewusst. Achten Sie auf ausreichend Beleuchtung und Bewegungsfreiheit. Machen Sie kurze Pausen, um sich immer wieder für ein paar Minuten zu entspannen. Statten Sie Ihren Arbeitsplatz mit persönlichen Utensilien wie Bildern und Accessoires aus.

Übungen für noch mehr Wohlgefühl im Arbeitsalltag

Muskelentspannung: Drücken Sie ihre Beine etwa zehn Sekunden lang fest gegen den Boden bzw. den Tisch. Verlagern Sie danach die Spannung in den Po, später in die Hände (Faust machen) und letztlich ins Gesicht (Augen zupressen). So wird ihr Körper in kurzer Zeit neu durchblutet und setzt somit wichtige Energie frei.

Yoga-Vollatmung: Setzen Sie sich aufrecht hin, legen Sie Ihre Hände auf den Bauch und atmen Sie ganz bewusst tief durch die Nase ein. Füllen Sie Ihre Lunge bis Bauch- und Brustbereich spannen. Danach atmen Sie ganz bewusst, so lange wie möglich, wieder aus. Mit dieser Übung führen Sie dem Körper Sauerstoff zu und entspannen die Muskeln.

Drehsitz: Setzen Sie sich aufrecht hin und legen Sie die linke Hand auf die Außenseite des rechten Oberschenkels. Den rechten Arm strecken Sie dabei nach vorne aus. Bewegen Sie den ausgestreckten Arm langsam über die Seite nach hinten und folgen Sie dieser Bewegung mit den Augen. Nach etwa 30 Sekunden können Sie die Haltung wieder langsam auflösen. Somit entspannen Sie die im Büro-Alltag besonders gefährdete Rückenmuskulatur.

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