Gehaltserhöhung oder Firmenfahrzeug – so steigen Sie gut aus!

„Geld allein macht nicht unglücklich“, meinte schon der unvergessene Columbo-Darsteller Peter Falk einmal. Das trifft auch auf das Gehalt zu. Aber wie holen Sie beim Vorgesetzten mehr für sich heraus? Und wie reagieren Sie auf den Vorschlag „Firmenfahrzeug statt Gehaltserhöhung“? Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps für Sie, wie Sie für Ihre Leistung mehr bekommen.

So gehen Sie in die Verhandlung

Überlegen Sie sich Argumente, was Sie bisher geleistet haben und welchen Mehrwert Sie für das Unternehmen erzeugen. Neue Kunden, neue Projekte, optimierte Prozesse, … all das fassen Sie am besten in einer Liste zusammen und stellen den daraus resultierenden Ertrag gegenüber. Beim Gespräch selbst ist Defensive und Zurückhaltung das falsche Prinzip. Treten Sie selbstbewusst auf und eröffnen Sie das Gespräch mit konkreten Wünschen. Bleiben Sie auch bei einem vorzeitigen „Nein“ beharrlich und bringen Sie Ihre Stärken ins Spiel. Wenn Sie an diesem Punkt Härte zeigen, erreichen Sie mehr und steigern Ihr Ansehen beim Vorgesetzten. Vergessen Sie bei allem Verhandlungsgeschick aber nicht auf die nötige Contenance – sprechen Sie nicht gleich Kündigungsdrohungen aus!

Firmenfahrzeug oder Gehaltserhöhung?

Wenn Sie vor dieser Entscheidung stehen, haben Sie bereits viel erreicht. Doch wie gehen Sie vor, wenn Sie doch eine Gehaltserhöhung wollen? Und warum bietet Ihnen Ihr Vorgesetzter überhaupt ein Fahrzeug an? Die Argumentation aus Sicht des Unternehmens ist ganz klar. Die Gesetzgeber haben in Österreich ideale Voraussetzungen geschaffen, um Firmenfahrzeuge steuerlich attraktiv zu machen. Mittlerweile gibt es in Österreich mehr neu angemeldete Firmenwagen als Privatfahrzeuge. Doch wie wägen Sie dieses Angebot in echtem Geld auf? Um Ihnen einen besseren Überblick zu verschaffen, haben wir für Sie eine Beispielrechnung:

Fahrzeug, Neuwert 30.000 Euro (12.000 km/Jahr, mit Privatnutzung)

Monatliche Kosten für ein privates Fahrzeug:
Anschaffungskosten aliquot: 333 Euro*
Laufende Kosten (Treibstoff, Reparaturen, Versicherung) 360 Euro
monatliche Kosten 693 Euro
Monatliche Kosten für ein Dienstfahrzeug:
zu versteuernder Betrag (2 % ** des Anschaffungswertes) 600 Euro
max. monatliche Kosten (bei höchster Einkommenssteuerklasse) 300 Euro

*basierend auf der Annahme, dass Sie Ihr Fahrzeug insgesamt 90.000 Kilometer nutzen, bevor Sie ein neues kaufen.

** 1,5 % bei Co² Ausstoß kleiner als 127g, 2 % bei Co² Ausstoß größer als 127g

Was ist ein Dienstfahrzeug also wert?

Einfach gesagt bleiben Ihnen in diesem Fall 393 Euro mehr im Monat über. Das wären die Mehrkosten für ein vergleichbares Privatfahrzeug. In unserem Rechenbeispiel sind das 393 Euro, die Sie sich effektiv netto ersparen. Zwar wurde der Steuersatz im Jahr 2016 von 1,5 auf 2 Prozent erhöht, in Summe ist der Dienstwagen damit aber dennoch zumeist ein guter Deal für Sie. Wenn Sie dann auch noch Unannehmlichkeiten und Kosten durch Schäden einrechnen, sparen Sie mit einem Dienstwagen nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Zusammenfassend können Sie sagen, dass Sie mit einem Dienstwagen gut fahren, wenn Sie dafür auf Ihr geliebtes privates Fahrzeug verzichten und Ihre Wünsche für eine Gehaltserhöhung nicht wesentlich höher gewesen wären.

Über JobRocker

JobRocker vereinfacht Ihre Jobsuche mittels einer revolutionären Matchingtechnologie, die es ermöglicht, von dem für Sie richtigen Arbeitgeber entdeckt zu werden. Die Anmeldung und Nutzung für Jobsuchende ist kostenlos. Unternehmen profitieren von unserem erstklassigen Angebot, unserem breiten Pool an Kandidaten und unserer persönlichen Beratung.

 

Fotocredit: Ryan McGuire

Das könnte auch interessant sein...

1 Antwort

  1. Heinz Huber sagt:

    Sachbezug liegt weiterhin bei 1.5%, sofern man die vorgeschriebene CO2 Grenze nicht überschreitet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.