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Die 7 häufigsten Fragen in einem Bewerbungsgespräch

Sie kennen die Situation. Sie wurden von einem HR-Manager zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und dürfen sich persönlich beweisen. Trotz unterschiedlicher Unternehmen, Personen, Jobs und Anforderungen laufen diese Gespräche großteils ähnlich ab. Wir haben die sieben beliebtesten Fragen, die gestellt werden, zusammengefasst.

Die perfekte Vorbereitung startet bereits bei der Terminvereinbarung. Psychologen und Coaches sind sich einig, dass Bewerbungsgespräche prinzipiell wie Juryvotings funktionieren. Das bedeutet, dass Jurymitglieder zu fortgeschrittener Stunde zwar mehr Vergleichswerte haben, gleichzeitig aber in der Beurteilung milder werden. Der JobRocker-Tipp in Anlehnung an eine biblische Weisheit: Die Letzten werden die Ersten sein – wählen Sie einen möglichst späten Termin.

Informieren Sie sich auch über mögliche Gesprächspartner. Sie sollten zumindest Entscheidungsträger der HR-Abteilung und Geschäftsführer namentlich kennen. Unternehmens-Websites, Business-Netzwerke und Google liefern Ihnen wichtige Informationen. Gleichzeitig können Sie sich auch ein Bild über den Dresscode des Unternehmens machen und Ihr Auftreten entsprechend anpassen.

Zu Beginn gilt es, mit dem ersten Eindruck Punkte zu sammeln. Sympathisches Lächeln, ein gut dosierter Händedruck, Blickkontakt und eine offensive, aber nicht aggressive Körperhaltung sind nun gefragt. Damit vermeiden Sie die Top 5 der Sympathie-Killer: fehlender Blickkontakt, fehlendes Lächeln, unruhiges Zappeln, schlaffe Körperhaltung, schlaffer Händedruck. Dann steht einem spannenden Gespräch nichts mehr im Weg! Achten Sie dabei aber trotz aller Vorbereitungen darauf, authentisch zu sein und lernen Sie keine Phrasen auswendig. Sonst laufen Sie Gefahr, von Ihrem Gesprächspartner schon nach wenigen Sätzen abgeschrieben zu werden.

1. Erzählen Sie doch einmal etwas über sich, wie würden Sie sich beschreiben?

Der Klassiker zum Gesprächseinstieg. Der Gesprächspartner möchte jetzt ein paar knackige Sätze hören. Dabei geht es weniger darum, den Lebenslauf verbal aufzurollen, sondern um die Fähigkeit, Essenzielles zusammenzufassen. Die wichtigsten Eckpunkte aus dem Leben, Meilensteine, Erfolge, etc. und das möglichst kurz und spannend.

Unser Tipp: Vor dem Gespräch eine Liste mit möglichen Schwerpunkten zusammenstellen und auf das Interesse des Unternehmens abstimmen. Sie können diese Passage auch üben, nicht aber auswendig lernen! Dann gelingt der Einstieg zu einem erfolgreichen Gesprächsverlauf.

2. Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten?

Die erste fachliche Kernfrage. Hier wird speziell darauf geachtet, wie intensiv Sie sich mit den Unternehmen befasst haben. Bringen Sie dabei Unternehmensfakten und Ihre beruflichen Stärken in Verbindung und schließen auch die Unternehmens-Philosophie in die Begründung ein. Wenn Sie dies noch dazu in eigenen Worten beschreiben und sich gleichzeitig mit der Philosophie identifizieren können, haben Sie diese Runde für sich entschieden.

Unser Tipp: Beschäftigen Sie sich im Vorfeld mit dem Unternehmen. Studieren Sie Website, Folder, bekannte Mitarbeiter und Social Media-Präsenzen.

3. Warum möchten Sie Ihre derzeitige Arbeitsstelle verlassen?

Gute Frage – hier ist eine gut kalkulierte Antwort gefragt. Ärger mit einem Vorgesetzten? Streitigkeiten im Team? Finger weg von Themen wie diesen! Es besteht nämlich Gefahr, dass Sie Ihrem Gesprächspartner damit signalisieren, ein unangenehmer Kollege zu sein. Neue berufliche Herausforderungen, begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten im bisherigen Beruf und die Aufgabengebiete gemäß Ausschreibung – in diese Richtung muss Ihre Antwort gehen.

Unser Tipp: Suchen Sie sich aus der Ausschreibung ganz gezielt einige Punkte heraus, an die Sie hier anknüpfen können.

4. Warum sind Sie für diesen Job geeignet und wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus?

Diese Frage ist so etwas wie ein Nachspiel zur vorhergehenden und soll Ihr Belastungspotenzial weiter ausreizen. Spielen Sie an diesem Punkt ganz gezielt Ihre beruflichen Erfahrungen aus, erwähnen die passenden Qualifikationen und gehen auf die Anforderungen der Stellenausschreibung ein. Sie sollten auf jeden Punkt eine Qualifikation oder eine Stärke als Antwort parat haben. Wurde zuvor auch Frage Zwei gestellt (Warum dieses Unternehmen?), können Sie durchaus Bezug auf bereits dort gegebene Antworten nehmen und diese noch einmal betonen.

Unser Tipp: Anforderungsprofil im Vorfeld mit den persönlichen Stärken matchen und in plausible Antworten verpacken.

5. Wo sehen Sie Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?

Vorsicht Falle! Zeigen Sie Selbstbewusstsein, übertreiben Sie aber nicht! Niemand ist fehlerlos, niemand ist unersetzbar, niemand ist uneingeschränkt der Beste. Belastbarkeit, Engagement, Loyalität bringen Sie hier als Argumente weiter, wenn Sie diese auf Ihre Persönlichkeit abstimmen und authentisch verkaufen können. Genau so verhält es sich auch bei den Schwächen. Auswendig gelernte Standardphrasen sorgen ebenso für Ablehnung wie allzu ehrliche Schuldeingeständnisse.

Unser Tipp: Schreiben Sie ganz persönlich Ihre Stärken und Schwächen zusammen, vergleichen Sie mit den Anforderungen des Jobs und suche Argumente, die Sie bei Gegenfragen vorbringen können.

6. Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?

Diese Frage ist optional und wird nicht zwangsläufig gestellt. Je anspruchsvoller die Position ist, desto eher ist das Gehalt ein Thema. Sie sollte auf jeden Fall auch darauf vorbereitet sein. Eines ist ganz klar – Sie möchten auf jeden Fall eine Verbesserung zur Ist-Situation, ansonsten offenbaren Sie einen dringenden Wechselwunsch und bringen sich damit in eine schlechte Verhandlungsposition. Unser Tipp: Informieren Sie sich über die üblichen Gehälter in der Branche und lassen auch Ihre Ausbildung bzw. den Bedarf an Fachkräften Ihrer Qualifikation in die Kalkulation einfließen. Nicht jeder Experte ist zu jeder Zeit gleich begehrt.

7. Haben Sie noch Fragen?

Mit dieser Frage bewegt sich das Gespräch üblicherweise Richtung Ende. Ein bis zwei kleine Gegenfragen sollten Sie schon im Talon haben, um Ihr Interesse am Job zu unterstreichen. Vielleicht fällt das Gespräch auch auf Hobbys und Freizeit, um es per Smalltalk ausklingen zu lassen.

Unser Tipp: Notieren Sie während des Gesprächs Punkte, die Sie anschließend besprechen können. Das wirkt professionell und bereitet Sie perfekt auf das Gesprächsfinale vor. Auf die Freizeit-Frage sollten Sie ebenfalls vorbereitet sein. Gehen Sie dabei Ihre Hobbys durch und versuchen, Anknüpfungspunkte für die ausgeschriebene Position zu finden.

Über JobRocker

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Fotocredit: Ryan McGuire

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